Sparkassenkunden spenden für einen guten Zweck!

April 2016

Jährlich findet bei der Sparkasse Bautzen eine Kalenderaktion statt. Von den an die Sparkassenkunden verkauften Kalendern wird ein Teil des Erlöses für einen guten Zweck gesammelt.

2016 waren wir völlig unerwartet an der Reihe! Es kamen satte 870,00  Euro zusammen, die uns Anfang April von Mitarbeiterinnen der Sparkasse Bautzen überreicht wurden.

Verwenden möchten wir den Betrag für einen inklusiven Ausflug mit unseren Vereinsfamilien und Familien mit nicht behinderten Kindern. Wir suchen uns dazu einen Kindergarten oder andere interessierte Vereine und laden diese ein.  Bisher ging unsere Reise dann zum Eselhof nach Deutsch-Paulsdorf oder auch in den Tierpark nach Görlitz. Mal sehen, wohin es dieses Mal geht.

Den anderen Teil möchten wir gerne für Öffentlichkeitsarbeit verwenden und auf die Belange unserer behinderten Kinder aufmerksam machen. Dazu gehört auch die Diskussion, um die schwindende  Akzeptanz gegenüber Eltern, die sich für ein Kind mit Down Syndrom entscheiden. Auch hat es den Anschein, dass u. a. aufgrund der verstärkten Anwendung des Praenatests bei der  Pränataldiagnostik  die Geburten von Kindern mit Down Syndrom stark abnehmen. Zum Beispiel kam im Krankenhaus in Kamenz seit der Geburt eines unserer Vereinskinder vor 7 Jahren kein einziges Kind mit Down Syndrom mehr auf die Welt (Stand 01.2016). Die einen werden sagen, ja und? Zum Glück ist das so!  Die anderen haben eher komische Gefühle bei der Ausweitung der vorgeburtlichen Selektion.

Ein weiterer Punkt, den wir versuchen, einmal im Jahr umzusetzen ist, die Region durch Fortbildungen für Eltern, Erzieher, Lehrer, Therapeuten oder anderen Interessierten zu fördern. Dieses Jahr soll es ein Seminar für Schulbegleiter von Kindern mit Down Syndrom sein. Interessierte können sich gerne über unser Kontaktformular auf der Homepage melden.

Vielen Dank an die Sparkasse Bautzen, dass Sie uns ausgewählt haben! Vielen Dank auch an alle Sparkassenkunden, die uns mit dem Kauf des Kalenders unterstützt haben.


Förderseminar "Die Lösung steckt in jedem selbst" mit Sabine Berndt

"Super informatives, aufschlussreiches Seminar – danke!"

"Umwerfend praxisorientiert – jeder Satz."

"Darstellungen sind sehr gut nachvollziehbar. Organisation und gastronomische Versorgung super! Insgesamt alles super gelungen! Ein sehr schöner Seminartag!"

So lautet das Feedback zu unserem Seminar "Die Lösung steckt in jedem selbst" am 12.04.2014 in Bautzen. Es war ein toller Tag in lockerer Atmosphäre. Sabine Berndt war wieder mal unschlagbar. Selten ging eine Weiterbildung so schnell rum. Wir hatten uns doch gerade erst hingesetzt! 


Es ist toll, dass alles so gut geklappt hat. Ganz schön kam ich bei der Organisation ins Schwitzen, als die Anmeldefrist noch lange nicht rum, der erste Saal aber bereits voll war. Glücklicherweise konnten wir auf einen größeren Raum ausweichen. Die Säule in der Mitte hat zwar gestört, aber die Alternative wäre gewesen, dass nur halb so viele Interessierte hätten dabei sein können. Da Sabine Berndt 2014 bereits ausgebucht ist, war ein zweiter Termin keine Option, natürlich auch wegen der Kosten. Jetzt werde ich mich erst einmal bei Buchführung, Feedbackauswertung und einer Tasse Tee entspannen und dann demnächst überlegen, ob und wie wir ein Eltern- und Therapeutentraining auf die Beine stellen könnten. Genügend Interessenten gibt es bereits.

Vielen Dank auch an Anne, Annett, Regine und Andreas, die mich ganz toll unterstützt haben.

Bis zum nächsten Mal,
Eure Kristina Schormann


Ausflug in den Tierpark Görlitz am 26.09.2015

Start zu unserem Ausflug in den Tierpark Görlitz war am Samstag, den 26.09. um 14.00, am Oppacher Busbahnhof, mit dem Reisebus.

Eine gut gelaunte Schar von ca.35 Kindern und 25 Erwachsenen, welche nach und nach zustiegen, machte sich gemeinsam auf den Weg. Darunter die Familien des Sonnenwind21 e.V., einige Familien aus Oppach und auch eine Gruppe Kinder und Erwachsene vom Förderverein „Grundschule und Hort Kittlitz e.V.“, welche sich dafür stark machen den Kindern der Schule, Dinge und Erlebnisse zu ermöglichen, die sonst im Schul- und Hort-Alltag nicht zu verwirklichen sind. Im Tierpark angekommen ,wurde die Gruppe auf zwei Führungen verteilt. Die Kinder konnten, wenn sie sich trauten, verschiedene Tiere füttern und streicheln, sowie natürlich die Spielplätze erproben, bevor es zu einem leckeren gemeinsamen Kaffeetrinken mit selbst gebackenem Kuchen und Semmeln ging. Das Anliegen des „Sonnenwind21 e.V.“ ein ungezwungenes Kennenlernen von Kindern mit und ohne Behinderung zu ermöglichen, den Aufbau von Toleranz gegenüber besonderen Menschen zu fördern, und schon unseren Kindern zu verdeutlichen, dass unsere Welt vielfältig und bunt ist... und das eben auch Kinder die anders sind zu dieser Vielfalt beitragen, ist wie wir glauben wieder gelungen ! Vielleicht können Kinder in ihrer Neugier und Unvoreingenommenheit für uns „Große“ ab und zu Lehrmeister sein, denn wie wir sehen konnten, hatten die Kinder beim gemeinsamen Spielen, Tiere füttern und den Tierpark erkunden keine Zeit für Berührungsängste. Sie haben einfach alle den schönen Nachmittag genossen!

Wir möchten nicht versäumen uns beim „ Förderverein der Grundschule und des Hortes in Kittlitz“, für die nette Unterstützung während des Ausfluges und die mitgebrachten lustigen Spiele zu bedanken.

Auf der Heimfahrt ergab sich im Gespräch mit den Kindern das Bedauern, das es zu wenig Zeit war um sich richtig kennen zu lernen. Das sehen wir auch so und hoffen wir sehen uns wieder.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern, Kuchenbäckern und Spendern die diesen Nachmittag möglich gemacht haben!

 

(die Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden)


„Einfach mehr drin“

Max ein Kind mit Down-Syndrom lernt in der 1.Klasse der Grundschule – Beiersdorf - Hier im Bild mit seinen Mitschülerinnen in der Pause. (Foto: Carola Noack)

Der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.03.2013 steht in diesem Jahr unter dem Motto:

„Einfach mehr drin!“

Uns als „Sonnenwind21 e.V.“ Verein für Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) und Menschen mit anderen Behinderungen in der Oberlausitz, stellt sich die Frage ob künftig vielleicht auch gemeinsames Lernen für Kinder mit verschiedenen Voraussetzungen „drin ist“.

Der Sonnenwind21 e.V. möchte dieses Thema zum diesjährigen Welt-Down-Syndrom-Tag aufgreifen. Aus diesem Anlass wird der Film: „Berg Fidel - Eine Schule für Alle“, am 21.03.2013, um 20 Uhr im Filmtheater Ebersbach gezeigt! Ein Film für Betroffene, Interessierte, Eltern, Lehrer, Jugendliche, Therapeuten oder einfach zum Anschauen eines berührenden Dokumentarfilmes mit aktueller Thematik, für alle die gerne ins Kino gehen.

Im Anschluss an die Vorführung lädt der Verein alle am Thema: „Inklusion – Chancen und Grenzen gemeinsamen Lernen“ Interessierten zu einer moderierten Diskussion ein.

Wir freuen uns auf die Besucher unserer Veranstaltung und danken dem Kino-Verein für die gute Zusammenarbeit.

Kontakt: Telefon/Sonnenwind21 e.V.: 035872 -359536
E-Mail: sonnenwind21@gmx.de

Beschreibung zum Film: „Berg Fidel- Eine Schule für Alle“:
Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann? Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms "Berg Fidel - Eine Schule für alle" stehen vier Kinder, die die inklusive gleichnamige Grundschule in Münster besuchen. Drei Jahre hat Hella Wenders die Kinder in der Schule, zu Hause und in ihrer Freizeit mit der Kamera begleitet. Die Kinder erzählen von sich selbst und lassen uns teilhaben an ihren Vorlieben, Träumen und Sorgen. Wir erleben mit ihnen, wie es ist mit verschiedenen Menschen auszukommen. Kein Erwachsener kommt explizit zu Wort. Die Bilder sprechen für sich. Und wir staunen über eine kleine Welt, die auf wundersame Weise funktioniert. „Ich kann nicht gut hören und auch nicht gut sehen und das ist halt ein Stickler Syndrom und ein Syndrom ist etwas, wo etwas schon von Geburt an anders ist […] aber mich stört es eigentlich nicht. Ich kann trotzdem ziemlich genauso schnell rennen wie der Niklas.“ David, 10 Jahre alt, Schüler der Berg Fidel Grundschule
(www.bergfidel.wfilm.de)


BERG FIDEL – eine Schule für alle !

http://www.bergfidel.wfilm.de/berg_fidel/Start.html

„Engagiertes, stilles und bewegendes, nie schönfärbendes Plädoyer gegen das frühe Aussortieren im deutschen Schulsystem“
„Dieser Film sollte Pflichtprogramm für jeden Bildungspolitiker sein“

Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann? An der inklusiven Grundschule "Berg Fidel" gehören alle dazu: ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt. Im Film kommen die Kinder zu Wort. Vier kleine Protagonisten erzählen mit Witz und Charme aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr als so mancher Erwachsene.

Berg Fidel“ ist eine Grundschule in Münster, in der Inklusion schon seit vielen Jahren erfolgreich lebt. Das pädagogisches Prinzip: Jedes Kind braucht Förderung.
Fast 200 Kinder besuchen die Ganztagsgrundschule. Alle kommen aus dem sozialen Brennpunkt-Stadtteil Berg Fidel, 60 bis 70 Prozent der Schüler sind Ausländer aus rund 30 Nationen. 45 Kinder haben einen sogenannten sonderpädagogischen Förderbedarf – das sind im Schnitt vier bis fünf Kinder pro Klasse. Für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es besondere Personalressourcen, so dass alle Förderstunden mindestens doppelt besetzt sind. Sie lernen in altersgemischten Klassen – jeder nach den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Sie lernen von- und füreinander, machen alle mit, übernehmen Küchendienste, halten Klassenrat, helfen sich gegenseitig und werden sich selbst zum Lehrer. Die Altersmischung in den Klassen bietet den Vorteil, dass die Kinder mit Förderstatus gleichmäßig verteilt werden können. „Zudem gelingt es leichter als früher in den altershomogenen Klassen, eine Stigmatisierung zu vermeiden“, so der Schulleiter Reinhard Stähling. Viele Kinder, für die zu Beginn ein Förderschwerpunkt Lernen angenommen wurde, haben am Ende der Grundschulzeit keinen sonderpädagogischen Förderbedarf mehr.

„Als ich zum ersten Mal den Klassenrat der Grundschule "Berg Fidel" erlebt habe, war ich sehr beeindruckt, wie selbstständig die Kinder dort ihre Probleme lösen. Auch das Lernen in den altersgemischten Klassen schien dort wie von allein zu gehen (...) Nachdem ich drei Jahre lang vier Kinder in ihrem Alltag begleitet habe, war plötzlich Schluss mit dieser Schule, und mit der Utopie, die sie in Deutschland vorlebt.“
Regiestatement Hella Wenders